Starke Platzierungen, gutes Niveau – 14 Medaillen

Die ersten Regionshallenmeisterschaften in Rhede.

Vorweg: Regionsmeisterschaften in einer kleinen Leichtathletikhalle auszurichten ist hoffentlich eine einmalige Angelegenheit gewesen. Die Ausrichter waren zwar sehr bemüht, das Catering durchaus gut und auch der Zeitplan wurde eingehalten, aber man hat nur wenige Disziplinen anbieten können.

Was sind Regionsmeisterschaften ohne Kugelstoßen, 200m, 400m oder 800m, ohne Stabhochsprung, Dreisprung oder Staffeln?
Einige dieser Disziplinen finden bei Teil 2 in Wesel statt, dennoch bleibt hier ein erhebliches Manko für die Läufer und Werfer. Erst recht, wenn man noch Normen für LVN, NRW oder Deutsche Meisterschaften erzielen will.

Zuschauer und auch Trainer hielten sich lieber draußen im Freien auf, um der stickigen Luft in der engen Halle zu entkommen. Glücklicherweise war es trocken und nicht zu kalt. Sitzplätze Mangelware und zuschauen in 3.Reihe ist auch kein Vergnügen.

Weibliche Jugend
Was unser Athleten, welche in kleiner Anzahl angetreten sind, nicht davon abhielt starke Leistungen zu zeigen.
Bei unseren jüngsten Starterinnen in der W14 überzeugten einmal mehr Helen Siepmann und Jana Reimann. Beide „battelten“ sich mit ihrer Ex-Vereinskollegin Anna Lena Berninger, welche nach Xanten wechselte. Helen gewann den 60m Sprint in sehr guten 8,14sek (Vorlauf 8,13sek). und belegte im Weitsprung mit 4,89m Platz zwei. Über 60m Hürden blieb sie erstmals in 9,98sek unter 10 Sekunden und belegte den 3. Platz. Jana hingegen spielte ihre Stärke im Hochsprung aus. Ohne Fehlversuche bis 1,45m bedeuteten Platz 2 und eine neue persönliche Bestleistung. Hinzu kamen ein 4 Platz im Weitsprung mit 4,64m und ein 7 Platz über 60m Hürden in 11,53sek., hier kam Jana so gar nicht ins Rollen.
In der W15 erzielte Laura Kurz 3,58m im Weitsprung und blieb etwas hinter ihrem Leistungsniveau.

Die Mädchen der U18 schlugen sich gegen starke Konkurrenz beachtlich. Sowohl Marie Zuralski als auch Karla Dohmen belegten Platz 4. Marie über 60m Hürden und Karla über 60m Sprint in 8,38sek (Vorlauf 8,36sek), sehr knapp am Bronzerang vorbei.

Frauen
Erstmals am Start war Stine Gloggengichser bei den Frauen. Mit 9,22sek über 60m schied Sie im Vorlauf zwar aus, dennoch ein guter Einstand unsere dänischen Athletin.

Männliche Jugend
Mit Jonah Rohrbeck und Enrique Wienhofen-Martin waren zwei Jungs in der M15 unterwegs.
Beide sprangen persönlich Bestleistungen. Jonah erstmals über 5m und Enrique erstmals über die 4m. Das etwas verkorkste Jahr 2017, scheint bereits jetzt vergessen, Wachstumsstörungen hoffentlich der Vergangenheit angehörig.

Jonah belegte mit 5,17m den Silberrang und Enrique wurde mit 4,10m gar siebter im Feld. Im Hochsprung erzielte Jonah 1,49m und wurde mit Platz 3 belohnt. Bestleistung über 60m in 8,46sek bedeuteten Platz 9 für ihn.

Unser größtes Teilnehmerfeld gab es in der männlichen U20. Mit Florian Roth, Patrick Zuralski, Carlos Wienhofen-Martin, Pascal Kurz, Tim Eikermann, Zion Dagou und Jannis Steinbicker traf man auf gute Konkurrenz. Bis auf Jannis starteten alle über 60m. Tim in 8,30sek und Patrick in 8,28sek gewannen ihre Vorläufe, während Pascal 7,51sek und Zion 7,61sek sich als jeweils zweiter für die Finals qualifizierten. Carlos schied mit 7,98sek aus, ebenso Flo in 8,50sek.

Zion verursachte bei seinem Finallauf einen Fehlstart, welcher der Nervosität geschuldet war. Seine ersten Meisterschaften und LA-Wettkampf überhaupt, dennoch direkt die B-Norm für den LVN erzielt, eine gute Leistung.

Das Finale gewann zur Überraschung aller Tim in 8,23sek. In diesem Lauf war eine Menge „Action“ drin. Der Favorit aus Bottrop, Marius Lewald, stürzte nach ca. 30m, worauf Pascal deutlich ausweichen und eine Kurve laufen musste und in 8,45sek in Ziel kam. Die Möglichkeit der A-Norm für den LVN von 7,50sek war ihm hiermit genommen. Patrick erschrak sich etwas beim Sturz und musste 10m vor dem Ziel das Tempo drosseln, da der Oberschenkel zu machte, ihm reichten 7,47sek zu Bronze. Tim gewann im 1000stel Entscheid die Goldmedaille.

Tim gewann dann mehr oder weniger konkurrenzlos die 60m Hürden in guten 8,30sek., da sowohl Patrick als auch Marius Lewald verzichten mussten. Im Hochsprung holte Jannis mit 1,63m den Silberrang und musste sich seinem Konkurrenten Jonas Herzog aus Bottrop beugen.

Pascal gelangen mit 5,96m ein guter Einstand in die Weitsprungsaison und Platz drei. Carlos erzielte 5,76m und wurde fünfter, während Flo mit Platz acht den Endkampf erreichte. Keiner fliegt so hoch wie Flo beim Weitsprung, kaum einer klappt aber auch die Beine so früh wieder in den Sand. 5,02m war sein Endresultat. Die Erkenntnis bei allen drei Athleten: es ist noch erkennbar mehr drin.

Abschließend noch eine Bemerkung: Eine Rundbahn ist ein „muss“ für eine Regionsmeisterschaft. Als Trainingshalle ist die Halle des LAZ Rhede Top für eine solche Meisterschaft ehr ein Flop. Was geschieht, wenn man tatsächliche alle Athleten mitnimmt inkl. Eltern etc.? Hier sollte man den Gedanken aufnehmen und sich an gemeinsamen Regio-Meisterschaften mit Region Mitte abzustimmen.

Eine weitere sportliche Glanztat, welche nicht in die Bestenliste einhergehen wird, gelang unserem Vorsitzenden und Trainer Florian Schäfer. Er legte die Strecke nach Rhede mit dem Fahrrad zurück und hat vermutlich mehr Kalorien verbrannt, als alle unsere Athleten gemeinsam an diesen Tag.
Für die Eintracht stehen nach den ersten Regionsmeisterschaften: 5x Gold, 5x Silber und 4x Bronze zu Buche

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