Mädchenstaffel mit Überraschungserfolg bei den Nordrheinmeisterschaften

Ganz zum Abschluss der diesjährigen Nordrheinmeisterschaften der U16 sorgt unsere junge Nachwuchsstaffel für ein großes Ausrufezeichen. In einem starken Lauf lassen die Mädchen namhafte Konkurrenz hinter sich und gewinnen Silber. Auch in den Einzeldisziplinen können die Eintrachtler starke Ergebnisse vorweisen.

Das Quartett aus Startläuferin Helen Siepmann, Anna Berninger, Vivien Heckner und Karla Dohmen war die mit Abstand jüngste Besetzung des Teilnehmerfeldes, da Helen und Anna eigentlich noch der Altersklasse U14 angehören. Doch schon schon in den Einzelstarts über 100m hatten sie gezeigt, dass sie schnelle Beine haben. Alle vier hatten es in den Endlauf geschafft. Helen belegte mit starken 13,04s sogar den fünften Platz in der W14. Anna und Karla wurden jeweils 8. In ihren Jahrgängen.

Als gemeinsames Ziel hatten sie in den Trainingseinheiten ein Auge auf die Marke von 51,00s geworfen, gleichbedeutend mit der Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften in Bremen. Obwohl nicht alle Wechsel reibungslos liefen, gewannen die Mädchen ihren Lauf recht deutlich und brachten eine Punktlandung auf die Bahn. Nachdem Karla die Ziellinie überquerte zeigte die Stadionuhr exakt 51,00 Sekunden an. Ziel erreicht. Da aber noch der bestbesetzte Zeitlauf anstand hieß es etwas bangen um die Platzierung. Am Ende konnte sich nur noch die Staffel von Bayer Leverkusen vorbeischieben und so gewannen unsere Sprinterinnen sensationell Silber in einem sehr hochklassigen Teilnehmerfeld.

Karla Dohmen holt Bronze

Bereits am ersten Wettkampftag hatte Karla Dohmen für eine Einzelmedaille gesorgt. Der Zeiplan war für ihre Disziplinkombination aus Hürden und Diskus zwar katastrophal, dennoch überzeugte sie mit starken Leistungen. Am Morgen war sie schon mit neuer Bestzeit von 12,91s über die 80m Hürden in den Wettkampf gestartet. Eine Zeit unter 13 Sekunden war eigentlich das angepeilte Saisonziel, das der Trainer so früh in der Saison nun nochmals korrigieren muss. Damit qualifizierte sich Karla klar für die Finalläufe, die leider parallel zum Diskuswettbewerb ausgetragen wurden. Es hieß also nach dem Einwerfen auf dem Nebenplatz auf die Sprintbahn zu wechseln. Entsprechend fehlte die nötige Konzentration, unter der die Startnummer und das Endergebnis leiden mussten. Im zweiten Durchgang stieg Karla dann in die Diskuskonkurrenz ein. Hier war sie wiederum noch mit dem Kopf bei den Hürden, schaffte es dann aber zum Glück mit einem guten Wurf und neuer Bestweite im folgenden Durchgang in den Endkampf. Motivation und Konzentration waren dann wieder da, sodass sie sich von Wurf zu Wurf weiter steigerte und den Diskus auf 27,70m beförderte. Damit konnte Karla sich über die Bronzemedaille freuen.

Paolo Carlino stellt neuen Vereinsrekord auf

Bei seinen ersten Freiluftmeisterschaften auf Nordrheinebene sammelt Paolo Carlino weiter Bestzeiten. Über 80m Hürden sorgte er zu Beginn der Veranstaltung allerdings zunächst für eine Schrecksekunde. Am Ende seines schnellen Hürdensprints fädelte er an der letzten Hürde ein und stürzte. Unverletzt konnte er den Lauf zum Glück beenden und erreichte dennoch eine neue Bestzeit von 13,20s. Müßig auszurechnen wo die Uhr ohne Sturz hätte stoppen können. Für den Endlauf reichte es so leider nicht. Mit einigen Schürfwunden ging es für Paolo am Abend dann an der Start der 300m in der Altersklasse M15. In seiner Altersklasse gehört diese Distanz noch nicht offiziell zum Wettkampfprogramm. Hier zeigte er ein starkes Rennen und verbesserte seine Bestzeit um knapp eine Sekunde auf 39,33s. Damit landete er auf einem starken siebten Platz unter den um ein Jahr älteren Konkurrenten und unterbot auch den Vereinsrekord von Karim El Abdulla in seiner Altersklasse.

Am zweiten Wettkampftag standen dann die 100m an. Am frühen Morgen war er noch nicht ganz wach, lief aber mit 12,42s locker ins Finale. Dort zeigte er dann seine Sprintqualitäten und kam nach 12,16s in Ziel. Eine Verbesserung seiner Bestzeit um drei Zehntel und leider knapp an einer Medaille vorbei. Der vierte Platz ist dennoch ein toller Erfolg.

Victoria Lohmann freundet sich mit den langen Strecken an

Gleich zwei lange Sprints hatte Victoria Lohmann an diesem Wochenende auf dem Programm. Sie hatte sich über 300m und 300m Hürden qualifiziert. Zunächst lieferte sie am Samstag ein ganz mutiges Rennen ohne Hindernisse. Bis kurz vor Schluss hatte sie einen beachtlichen Vorsprung herausgelaufen, dann versagten leider die Beine etwas. Lediglich 30m fehlten um sich vor den Konkurrentinnen in Ziel zu retten. Zwei Mädchen konnten an ihr vorbeiziehen, beide wurden aber im Anschluss wegen eines Regelverstoßes disqualifiziert. Damit konnte Victoria den guten sechsten Platz aus dem Vorjahr bestätigen. Für eine neue Bestzeit reichte es zwar nicht. Manchmal sind Zeiten und Rekorde aber weniger wichtig, als die Art wie man sich präsentiert. Und die starken ersten 270m zeigten ihr großes Potenzial im Langsprint. Zudem hatte die Sprinterin sich unter den heißen Bedingungen völlig verausgabt und wirklich alles gegeben.

Am Sonntag konnte Victoria ihr Talent über die Hürden unter Beweis stellen. Mit viel Selbstvertrauen ging sie auch diesen Lauf an, musste aber in der Kurve deutlich Tempo herausnehmen, um nicht auf die Hindernisse aufzulaufen. Dennoch konnte sie mit einer Zeit von 51,33s eine neue persönliche Bestzeit aufstellen. Einen Platz unter den ersten 8 verpasste sie zwar um einen Rang, dennoch war auch bei diesem Lauf zu sehen, dass deutlich mehr drin ist. Zeiten um die 49 Sekunden sind in diesem Jahr sicher möglich. Dies kann sie bei den NRW Meisterschaften zeigen, für die sie sich bereits qualifiziert hat.

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