Hallen NRW Meisterschaften in Dortmund

Ein gebrauchter erster Tag in Dortmund

Bei den NRW-Meisterschaften in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle, wo in zwei Wochen die Deutschen Senioren Meisterschaften stattfinden werden, trafen sich die besten Nachwuchsathleten aus Westfalen und dem Nordrhein, um die NRW Meister zu küren.
Ambitioniert angereist war Tim Eikermann, mittlerweile in der Deutschen Spitze über 60m Hürden etabliert.
Im Vorlauf wurde er seiner Favoritenstellung gerecht und kam in starken 8,26 Sekunden in das Ziel. Somit schnellste Zeit nach den Vorläufen.

Unser zweiter Teilnehmer war Patrick Zuralski. Er brachte einen guten Vorlauf in 8,77 Sekunden in das Ziel und qualifizierte sich mit dieser persönlichen Bestleistung auch für das Finale der besten Acht.

Hier erwischte Patrick einen guten Start, war an den ersten zwei Hürden sogar mit vorne dabei, ganz im Gegensatz zu Tim. Dieser traf die Hürden so gar nicht und musste sich in einem verkrampften Lauf am Ende mit Platz 6 begnügen. Seinem Teamkameraden Patrick fehlte sichtlich Rhythmus über alle weiteren Hürden, wurde von Tim noch auf den letzten Metern abgefangen und belegte Platz 7.
Während Tim sich zu Recht ärgerte und enttäuscht war, war bei Patrick die Erkenntnis, dass er zumindest wieder „durchkommt“, wenn es darauf ankommt. Für Tim war Tag 1 beendet, für Patrick standen noch die 200m und 400m an.

Ziel hier, zumindest eine Norm für die Hallen DM in Halle an der Saale erzielen. Während man über die 400m den Eindruck hatte, Patrick läuft nur mit, so sah es 2,5 Stunden später über die 200m schon anders aus. Leider waren die Zeiten nicht so, dass eine Norm dabei raussprang. Über die 400m standen immer noch 51,35 Sekunden zu Buche, die 200m waren in 23,13 Sekunden absolviert. In beiden Fällen reichte es zum Podest und Platz 8. Dem eigenen Anspruch und dem damit einhergehenden Druck wurde er allerdings nicht gerecht. Kopf hoch, es ist das erste Jahr in der U20.

Es geht doch – ein versöhnlicher 2 Tag

Tag 2 sollte ein wenig Genugtuung bringen. Während Tim auf den 60m Flachsprint verzichtete und sich für die Kugel melden ließ und am späten Nachmittag den Weitsprung in Angriff nahm, wollte Patrick zumindest über die 60m seine aktuelle Bestzeit von 7,23 Sekunden noch etwas nach unten schrauben. Leider lief er auch hier hinterher und schied in 7,44 Sekunden im Vorlauf aus. Es waren bislang noch nicht seine Meisterschaften.

Tim hingegen bewies mit der Kugel einmal mehr was er drauf hat. Der Wettkampf dümpelte die ersten zwei Durchgänge vor sich hin, als er die 6kg Kugel auf beachtlich 14,51m wuchtete. Der Wettkampf war eröffnet. Am Ende blieb zwar diese Weite stehen, Tim bewies aber, dass er den Spezialisten auch ohne Training in dieser Disziplin Paroli bieten kann. Platz 4 mit einem halben Meter Rückstand zur Goldmedaille.
Im Weitsprung dann noch persönliche Bestweite von tollen 6,72 Meter. Das Finale war hochklassig besetzt und Tim belegte Platz 5. Für einen Hürdensprinter sind dies durchaus beachtliche Resultate!

Nele Moos mit starken Ergebnissen

Nele startete bei den Menschen mit Handicap. Sie wurde zweite im Weitsprung mit 3,90 Meter. Anschließend lief sie die 60 Meter gegen prominente Konkurrenz aus dem Nationalkader des BRSNW (Katrin Müller-Rottgardt mit ihrem Guide Alexander Kosenkow sowie Irmgard Bensuan).

Ihre Zeit von 8.98 Sekunden stellen ebenfalls Bestleistung dar und wurde mit Platz 3 belohnt. Die 200m lief Sie in 30, 14 Sekunden und belegte Platz 7. Ein durchaus erfolgreicher Tag für Nele, hat sie sich doch gezeigt und gut „verkauft“. Trainer Werner Koleiski war voll des Lobes.

Stimmungsvoller Staffelhöhepunkt zum Ende der Veranstaltung – Silber für die A42!

Mit Silber dekoriert wurde die männliche Staffel der Startgemeinschaft A42. Vor zwei Wochen gab es bei den LVN-Meisterschaften in Leverkusen den ersten Fingerzeig mit Platz vier. Nun wurde im zweiten Rennen überhaupt in der Aufstellung Hannes Jüsten, Pascal Kurz, Tim Eikermann und Patrick Zuralski sogar die Silbermedaille bei den NRW-Meisterschaften eingefahren!
In der Zeit von 1:31,62 Minuten musste man sich nur dem Favoriten aus Leverkusen beugen. Die Norm für die Deutschen Meisterschaft der U20 in Halle an der Saale unterboten die vier Jungen nun um mehr als 4 Sekunden und die stärkste Besetzung war noch nicht am Start. „Das Team funktioniert, die Jungen verstehen sich blendend“ so einstimmig die Trainer Frederike und Werner Koleiski (Eintracht Duisburg) sowie Dirk Lewald aus Bottrop.

Zuvor liefen die männliche U18 Staffel der Startgemeinschaft A42 erstmals in der Aufstellung Hendrik Schneider (Bottrop), Joel Haut (Eintracht Duisburg), Jan Roßkothen und Lauritz Biermann (beide Bottrop) in 1:41,14 Minuten zu Platz 6.

Bei der weiblichen Jugend U18 gab es die Plätze 13 und 14 für die zwei Staffeln zu beklatschen. Am Start waren hier: Greta Mia Baum, Lavinia Brune, Merrit Holzum, Karla Dohmen, Marie Zuralski, Nele Moos, Kim Lucy Gomoll und Pia Kochanski.

Die Staffel der weiblichen U20 erreichte in der Aufstellung Johanna Krumrey, Lisa Asante, Nele Krajnc und Ellice Rams in der Zeit von 2:00,12 Minuten Platz 15.

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