Ein Traum geht in Erfüllung – Frederike Koleiski ist Weltmeisterin

In Doha gab es erstmals Edelmetall, in Rio sollte es mit der olympischen Medaille nicht sein, jetzt ist unsere Trainieren Frederike Koleiski am Ziel. Bei der WM in London besiegt sie in einem spannenden Finale die starken Chinesinnen und wird Weltmeisterin im Kugelstoßen.

Die Reise nach London fing für unsere Frederike denkbar ungünstig an. Die Fluggesellschaft hatte einen Teil ihres Gepäcks verloren. Eine äußerst missliche Lage, da neben Wettkampfkleidung und ihren Habseligkeiten auch wichtige Medikamente fehlten, die in London nur schwer aufzutreiben sind und ohne die ein Wettkampf im Prinzip nicht mehr möglich gewesen wäre. Glücklicherweise konnten einige Hebel in Bewegung gesetzt werden, sodass Frederike rechtzeitig alles Nötige erhielt.

In London standen für Frederike ihre beiden Disziplinen, Diskus und Kugelstoßen, auf dem Programm. Im Diskuswurf wurde es wie zuletzt bei den Paralympics „nur“ der undankbare vierte Platz.

Und auch mit der Kugel wollte es in den ersten Versuchen einfach nicht klappen. Immerhin arbeitete sie sich mit kleinen Steigerungen von Versuch zu Versuch nach vorne. Vor dem letzten Durchgang lag sie dann, wie bereits 2015 in Doha, auf dem Bronzerang hinter zwei Chinesinnen. Mit Anfeuerung der Deutschen Mannschaft gelang ihr mit dem letzten Stoß tatsächlich eine neue persönliche Bestweite von 11,53m. Vorerst schob sie sich damit auf Platz eins und die Chinesinnen konnten nicht mehr kontern.

In diesem Moment ging endlich ein großer Traum für Fredde in Erfüllung. Ihr erster internationaler Titel und dann gleich Weltmeisterin. Der Lohn für eine lange Leidenszeit.

Nicht nur für uns eine absolut würdige Titelgewinnerin. Der gesamte Verein und alle Mitglieder sind stolz und ziehen den Hut für eine herausragende Leistung.

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