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Berichte Archiv
14.9.2013

Eintracht-Staffel bei den Deutschen Meisterschaften in Ulm
- Erschwerte Bedingungen im Donaustadion


2013-ulm Verdientermaßen reisten die Sprinterinnen von Eintracht Duisburg 1848 zum nationalen Saisonhöhepunkt ins Ulmer Donaustadion.


Zum wiederholten Mal wurden die Deutschen Leichtathletik Meisterschaften der Frauen und Männer in dieser stimmungsvollen Arena ausgetragen. Die Teilnahmeberechtigung für das Treffen der deutschen Leichtathletik-Elite hatte sich das Staffelteam bei den U23 Meisterschaften in Göttingen mit der schnellen Zeit von 48,09 sek erkämpft, obwohl einige der "Roten" sogar noch der Jugendklasse angehören.

Angetreten um ihre Bestzeit zu drücken machten sich Pia Benten, Amelie Schröer, Kira Schulze-Lohoff, Helen Krzoska und die Ersatzläuferinnen Anne und Karo Marzi auf den Weg zum Aufwärmplatz. Mitten im Aufwärmprogramm, bei einer Vorbelastung -30min vor dem Start- musste Amelie Schröer ihrem Trainer Volker Lehmberg unter Tränen beichten, dass eine abgeklungen geglaubte leichte Reizung des Kniegelenks wieder Beschwerden verursachte. Somit musste Amelie Schröer den Saisonhöhepunkt von außen mitverfolgen und Karo Marzi rutschte kurzfristig ins Team. Nachdem der Wechsel angegeben wurde sorgte die zuständige Schiedsrichterin allerdings mit einer eigenwilligen Regelauslegung für viel Aufregung. Der kurzfristige Wechsel aufgrund der Verletzung musste nach ihrer Meinung vom Bahnarzt beglaubigt werden. Nun galt es innerhalb weniger Minuten im mit 11000 Zuschauern restlos gefüllten Stadionrund den diensthabenden Arzt anzufunken, der erstaunlicherweise von dieser Regelauslegung auch noch nie gehört hatte. Glücklicherweise zeigte er sich sehr kooperativ und erkannte dass in dieser Situation ein schnelles Handeln dringend erforderlich war und gab sein ok . Mittlerweile verblieben noch 10min bis zum Start. Für die Konzentration der Eintrachtlerinnen war diese Aufregung natürlich Gift. Trotzdem sprinteten Pia Benten, Karo Marzi, Kira Schulze-Lohoff und Schlussläuferin Helen Krzoska in bemerkenswerten 48,61 sek durchs Ziel. Eine starke Sprintleistung und verständlicherweise etwas wackelige Wechsel führten die Duisburger Staffel nach Auswertung der drei Zeitendläufe auf Platz 18. An diesem Wochenende sammelten die "Roten " viel Erfahrung und vor allem viele Komplimente von Außenstehenden, die die aufreibende Zeit vor dem Start mitbekommen hatten. Wer in einer solchen Situation trotzdem eine Top-Leistung abliefert lässt für die nahe Zukunft Hoffnung aufkommen.

Die große Anzahl an jungen Talenten beim Duisburger Traditionsverein möchte schon Ende Juli wieder angreifen. Bei den Deutschen U20 Meisterschaften in Rostock werden die "Roten" erneut ihre Spikes schnüren und natürlich wieder angreifen.