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Berichte Archiv
3.12.2012

Training unter Wettkampf-Bedingungen
- Nura El Abdulla auf dem Vormarsch


2012-asc-halle Noch befinden sich die Schülerinnen und Schüler zwar im Grundlagentraining, dennoch ging es am vergangenen Wochenende zu einem ersten Formtest in die Düsseldorfer Leichtathletikhalle.


Herbst und Winter zählen sicher nicht zu den beliebtesten Jahreszeiten bei den Leichtathleten. Abgesehen vom schlechten Wetter heißt es dann nämlich reichlich Ausdauer, Sprungkraft, Schnelligkeit und ähnliche Grundlagen für die nächste Saison aufzubauen. Das ist oft monoton und meistens sogar sehr anstrengend. In der Regel verspricht diese Phase auch keine Höchstleistungen, dennoch ging es am Wochenende nach Düsseldorf um ein Bild vom aktuellen Leistungsstand zu bekommen und den Kindern ein bisschen Abwechslung vom Trainingsalltag zu bieten. Für die Duisburger Leichtathleten sind Wettkämpfe ohnehin oftmals die besten Trainingseinheiten. Disziplinen wie Hochsprung und Weitsprung lassen sich in den Wintermonaten sonst nur schwer trainieren, da es in Duisburg leider keine Leichtathletikhalle gibt. Viele Kinder würden sonst Monate lang keine echte Hochsprunganlage sehen.

Erfreulicher Weise mischte der Eintracht-Nachwuchs aber trotzdem schon gut mit. Das Treppchen war oft von den Roten gebucht. Den Aufwärtstrend der Sommersaison setzte Nura El Abdulla eindrucksvoll fort. Die 13-jährige Schülerin ist zudem aktuell der Trainingsfleiß in Person und wurde dafür am Sonntag mit hervorragenden Ergebnissen belohnt. Vier Disziplinen standen für sie auf dem Programm und alle beendete sie mit neuer persönlicher Bestleistung. (Wir erinnern uns, laut Trainingsplanung ist im Moment nicht die Zeit für Bestleistungen) Im Kugelstoßen verbesserte sich Nura um über einen Meter auf 7,99m. Damit verpasste sie um nur 3cm den Platz auf dem Treppchen und liegt jetzt nur noch 11cm unter der Norm für die Nordrhein-Meisterschaften. Über die 60m Hürden, die sie eigentlich gar nicht laufen wollte und vom Trainer unverschämter Weise gemeldet wurde, zeigte sich das gleiche Bild. Mit 11,27s unterbot sie ihre alte Bestzeit um 1,2 Sekunden und dennoch reichte es wieder nur für den undankbaren vierten Platz. Dafür aber zur B-Norm für die Nordrhein-Hallenmeisterschaften. Ihren starken Wettkampf krönte sie dann zu später Stunde aber noch selbst. Über 800m ging sie mit Selbstvertrauen, das sie seit dem Sommer auf dieser Strecke endlich gefunden hat, schnell an und setzte sich an die Spitze. Die ersten beiden Runden lief sie ein starkes Rennen, dann in ging ihr im wahrsten Sinne des Wortes die Luft aus. Ein leichter Schnupfen gepaart mit der ohnehin schlechten Hallenluft machten das Atmen und damit auch die Beine schwer. Aber Nura kämpfte sich auch um die letzten beiden Runden und rettete ihren Vorsprung ins Ziel. Eine Zeit von etwa 2:45min war vor dem Rennen als mögliches Ziel ausgegeben worden, was für diese Phase bereits eine tolle Zeit und eine Verbesserung der Bestzeit um knapp 2 Sekunden bedeutet hätte. Am Ende stoppte die Uhr bei 2:42,70min. Die verdiente Goldmedaille und nur 2 Sekunden unter LVN-Norm.

Gleich zwei mal auf das Podest steigen durfte Patricia Roßmüller. Ein schneller Sprint von 8,73s brachten ihr Silber über 60m und ebenfalls die Teilnahme bei den Landesmeisterschaften ein. Im Weitsprung reichten gute 4,33m für Bronze, obwohl in dieser Disziplin noch reichlich Luft nach oben ist. Über 60m Hürden zeigte sie sich dann aber deutlich verbessert. Ihre alte Bestzeit unterbot sie um 6 Zehntel und lief somit das erste Mal unter 11 Sekunden. (10,91s um genau zu sein)

Auch Anna Rinkowski und Muamba Mombele waren schnell unterwegs. Anna holte sich Silber in neuer Bestzeit von 8,97s auf 60m. Muamba gewann ebenfalls mit Bestleistung von 10,96s Bronze über 60m Hürden. In beiden Sprint-Disziplinen lief sie die A-Norm für die Nordrheinmeisterschaften.



Als Medaillensammler betätigten sich wie immer auch unsere Schüler. Allen voran Patrick Zuralski. Mit drei Mal Gold und ein Mal Bronze gelang ihm quasi der Hattrick. Er gewann in neuer Bestzeit von 8,64s die 60m, holte sich im Endkampf mit einem starken Sprung auf 4,84m das Gold im Weitsprung und lief auch über 800m souverän als erster ins Ziel. Über die 60m Hürden wurde es dann hauch dünn unter den ersten Drei. Mit 10,67s wurde Patrick hier Dritter. Schneller war Mannschaftskollege Tim Eikermann mit 10,62s. Aber auch für ihn reichte es nicht ganz. Der Sieger lief leider bereits nach 10,61s über die Linie. Knapper geht es nicht. Tim nahm es aber mit Humor. Durch den zweiten Platz vervollständigte er nämlich seinen Medaillensatz. Er nahm zudem noch Gold im Kugelstoßen (8,37m) sowie Bonze im Weitsprung und über 60m mit nach Hause. Über eben diese Strecke verpasste Pascal Kurz denkbar knapp das Edelmetall. Er blieb mit 8,74s nur eine Hundertstel hinter Tim zurück und macht damit wieder einen gehörigen Schritt an die beiden Teamkameraden heran. Leider wurde er auch in den anderen Disziplinen trotz stärker Leistungen nicht belohnt. Spätestens im Sommer wird dann aber sicher der 4.-Platz-Fluch gebrochen.

Eine weitere Medaille konnte Benedikt Schulze-Lohoff bei seinem ersten Wettkampf überhaupt verbuchen. Über 60m lief er schnelle 8,27s und gewann damit Bronze. Ein stärker Auftakt für den Neuling und auf Anhieb klar und deutlich die A-Norm für die bereits vielfach erwähnten Landesmeisterschaften. Ebenfalls sein Sprinttalent stellte Jan Schilling unter Beweis. Seine Zeit von 7,59s über 50m brachten ihm sogar Silber in der Klasse M11 ein.


Zwei absolute Nachwuchstalente waren ihren großen Schwestern zum Wettkampf gefolgt und sollen in unserer Medaillensammlung nicht unerwähnt bleiben. Rebecca Pachur war zwar wie so oft die kleinste Starterin in ihrer Altersklasse (W10). Dafür sorgt sie mit ihren Rennen aber immer für Aufmerksamkeit. Zunächst sprintete sie in 8,27s über 50m zu Bronze. Dann zeigte sie der Konkurrenz über 800m wo der Hammer hängt. Drei Runden lang versuchten die Anderen Rebeccas Tempo mit zugehen, in der Letzten mussten sie dann aber einsehen, dass sie keine Chance hatten. Mit knapp 50m Vorsprung lief unser Rennfloh nach fantastischen 2:51,63min ins Ziel und gewann hoch verdient Gold. Für Shirley Huiskens (W9) reichte es mit ebenfalls starken 8,38s zu Silber über 50m.

In zwei Wochen folgt dann der nächste Test an gleicher Stelle, bevor es dann in die Weihnachtsferien geht.