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Berichte Archiv
1.7.2012

Die U16 zeigt bei den Nordrhein Meisterschaften was sie kann


2012-lvn-u16 Trotz Wind-Lotterie brachte die Jugend U16 tolle Platzierungen von den LVN Meisterschaften in Bottrop mit nach Hause. Die Mädchenstaffel sichert sich das Ticket für die Westdeutschen Meisterschaften.


Ein Mammutprogramm hatte Karim El Abdulla zu absolvieren. Mit vier Einzelqualifikationen war er angereist. Den Weitsprung ließ er schon aus und dennoch hatte er am Morgen ein kräftezehrendes Programm vor sich. Den Anfang machten die 80m Hürden. Hier machte er sofort mit dem starken Gegenwind im Jahnstadion Bekanntschaft. Mit 11,75s lief er zwar eine mehr als ordentliche Zeit, es war aber sofort klar, dass an diesem Tag keine Bestzeiten möglich waren. Fast 3m/s Gegenwind zeigte der Windmesser. Im anschließenden Finale konnte er exakt die selbe Zeit wiederholen und kam damit auf einen erfreulichen sechsten Platz. In Finalläufen hatte er in der Vergangenheit oft mit den Nerven zu kämpfen gehabt und war als Letzter ins Ziel eingelaufen. Davon schien heute glücklicherweise keine Spur. Als nächstes standen die 100m an. Nach seinem Vorlauf, den er bei einem Gegenwind von 3,5m/s absolvieren musste, ging das zittern los. Die anderen Vorläufe waren leicht schneller, da hier deutlich weniger Wind herrschte. Seine 12,20s waren zwar alles andere als schnell, aber es reichte dennoch als Sechster für den Einzug in den Endlauf. Im Finale übertraf sich der Wind noch ein Mal selbst. Die Zeit war daher mit 12,22s noch langsamer, Platz vier aber dafür deutlich besser als erwartet. Da er über diese Distanz nur mit der neunt besten Zeit gemeldet war, die bisher erfreulichste Überraschung des Tages. Mit jetzt bereits vier Läufen in den Beinen standen nach einer längeren Pause die 300m an. Nach den Meldezeiten die aussichtsreichste Disziplin. Allerdings musste Karim doch klar dem bisherigen Programm Tribut zollen. Der heftige Wind auf der Zielgeraden tat dann sein Übriges. Mit einer trotz Allem überaus passablen Zeit von 39,49s erreichte er hier den fünften Platz. Leider schrammte er an diesem Tag immer an der Medaille vorbei, dennoch können die Ergebnisse sich absolut sehen lassen. Das Startrecht für alle drei Disziplinen bei den Westdeutschen Meisterschaften hatte er ohnehin bereits zuvor gesichert und so kann er auf der ganz großen Bühne im September noch ein Mal sein Können unter Beweis stellen.

Sein Tag war aber immer noch nicht zu Ende. Den Abschluss der Veranstaltung machen die Staffelläufe. Karim, Lars Tapken, Jonas Dickopp, Moritz Proff und Ersatzläufer Daniel Grünler hatten hier noch ein Ziel vor Augen, das bei den Kreismeisterschaften noch denkbar knapp verfehlt wurde. Den Vereinsrekord über 4x100m von 49,15s galt es zu unterbieten. Nach einem Chaos mit der Bahnverteilung wenige Sekunden vor den Start lief dann das Rennen optimal. Obwohl Karim die letzten Kräfte mobilisieren musste übergab er als Erster beim ersten Wechsel. Anschließend wurden sie von zwei enorm schellen Mannschaften gezogen und so lief Moritz nach 48,91s ins Ziel. Vereinsrekord und ganz klar die Norm für die Westdeutschen in Bad Kreuznach erreicht. Eine Stunde zuvor war Moritz schon ein Mal über die Ziellinie gelaufen und hatte sich die Qualifikation gesichert. Er war über 800m am Start und wurde in 2:13,51min hervorragender Achter. Nach Trainingsrückstand auch eine klare Leistungssteigerung.



Zum ersten Mal die Luft bei Landesmeisterschaften durfte Julia Grehl schnuppern. Siegchancen hatte sie mit der lediglich 44. Meldezeit zwar nicht, dennoch war die Qualifikation zu diesen Meisterschaften über 100m schon ein großer Erfolg für die Schülerin. Und so war das Motto hier Erfahrung sammeln. Gleich im ersten und mit Abstand schnellsten Lauf musste sie ins Rennen gehen. Auch hier hatte der Wind kein Einsehen und machte schnelle Zeiten unmöglich. Mit 14,05s lieferte Julia aber eine gute Vorstellung ab und verpasste nur um wenige Hundertstel den Platz in einem der Endläufe. Mit am Ende Rang 30 hatte sie doch noch einige Konkurrentinnen hinter sich gelassen und sich bei ihrer ersten Teilnahme super verkauft.

Grund zur Freude gab es für Julia dann auch noch. Mit ihren Staffelkolleginnen Julia Grehl, Maike Meyer, Janina Dzurgelies und Ersatzläuferin Joana Sele, die als Schlussläuferin bei den Kreismeisterschaften das Mädchenteam noch auf den letzten Drücker zu diesen Meisterschaften gelaufen hatte, gingen sie über 4x100m an den Start. Das akribische Staffeltraining der letzten Tage sollte sich auszahlen, denn die vier Damen legten einen super Lauf auf die Rundbahn. Nach 53,53s lief Janina das Quartett ins Ziel. Nur um 5 Hundertstel verpassten sie einen Platz in den Top Ten. Aber die erfreulichste Nachricht des Tages war, dass auch die Mädchen sich mit ihrer enormen Leistungssteigerung ebenfalls deutlich für die Westdeutschen Meisterschaften qualifiziert hatten. Somit haben alle Nordrheinteilnehmer der Eintracht auch das Ticket für Bad Kreuznach gelöst. Eine super Bilanz für den Nachwuchs.



Impressionen: