7.3.2010
Ein Wochenende mit viel Licht, aber auch Schatten
Zum Abschluss der Hallensaison schauten die Schülerinnen und Schüler von Eintracht Duisburg noch einmal beim Hallensportfest des ASC Düsseldorf vorbei und fuhren mit guten Ergebnissen nach Hause. Für Strato Emiliadis wurde es ein schwarzer Tag.
Beim letzten Hallenwettkampf dieser Saison kündigten sich große Teilnehmerfelder an, doch der Veranstalter ASC Düsseldorf behielt mit einer gut organisierten Veranstaltung den Überblick und bot somit gute Bedingungen, die unsere Schüler zu hervorragenden Leistungen bringen sollten.


Allen voran Gerrit Stukemeier und Karim El Abdulla, deren Entwicklung aktuell von starkem Aufwind vorangetrieben wird. Karim, der nach einigen Ausflügen auf die 75m in Dortmund nun wieder über die klassische Hallendistanz von 60m antrat, schraubte seine alte Bestzeit von 8,31s auf nun 8,16s. Begünstigt war diese Leistung von der starken Konkurrenz in seinem Lauf, die auch zwei Altersklassen höher wohl kaum aufgefallen wären. Seine starke Zeit reichte aber dennoch für Platz zwei.
Im Weitsprung blieb er dann gerade mal einen Zentimeter unter seiner Bestweite zurück und ersprang sich so Rang drei. Über seine Paradestrecke, den 60m Hürden, stellte er sich quasi selbst ein Bein, indem er einen Fehlstart verursachte, der aber nicht zurückgeschossen wurde. In dem Glauben das Rennen würde gestoppt werden, „verschlief“ er den Start und musste dem Feld hinterher laufen. Trotzdem reichte seine Zeit von 10,86s noch für den fünften Platz.

Gerrit konnte seine persönlich beste 60m Zeit ebenfalls verbessern. Seine 8,73s reichten sogar noch für den Sprung auf den achten Podestrang. Auch über die Hürdenstrecke zeigt seine Formkurve nach oben. In den letzten Rennen steigerte er sich konstant um jeweils ca. drei Zehntel und ist damit fast wieder bei seiner Bestmarke angekommen. Diese konnte er dann im Kugelstoßen mit seinem ersten Stoß über sechs Meter (6,12m) um fast 20 Zentimeter verbessern.
Der weiteste Stoß der „Roten“ an diesem Tag gelang aber Mathis Richter. In neuer Bestweite von 7,51m schaffte er nicht nur die Qualifikation für den Endkampf sondern überbot das für diesen Tag gesetzte Ziel von sieben Metern weit. In der Endrunde schwanden aber dann die Kräfte etwas, so dass er keine weitere Verbesserung schaffte und somit auf einem sehr guten achten Platz landete.

Einen fantastischen Tag hatten auch Tessa Driske und Kim Roegels erwischt. Ganz unauffällig marschierten sie von Disziplin zu Disziplin und sammelten dabei eine Bestleistung nach der anderen ein. Nach bereits guten Trainingsleistungen ging Tessa zum ersten Mal, ohne das bisher übliche Bitten des Trainers, über die 60m Hürden an den Start. Und dass sie den Respekt vor den Hindernissen abgelegt hat war deutlich zu sehen. Mit dem neu gefundenen Wissen um das eigene Können pulverisierte sie ihre alte Bestmarke (12,82s) und kam nach 11,72s ins Ziel. Und auch ihre Bestzeit über die selbe Distanz ohne Hürden behielt keinen Bestand. 9,42s bedeuteten auch hier neue persönliche Bestzeit.

Und Kim schien ihrer Freundin in nichts nachstehen zu wollen. Auch sie hatten in den letzten Trainingseinheiten die nötige Aggressivität in Hürdenwald entdeckt und brachte einen starken Lauf auf die Düsseldorfer Bahn. Ihre alte Bestmarke unterbot sie spielend um mehr als vier Zehntel und lief eine Zeit von 11,06s, die fast zur Qualifikation für die Nordrhein-Meisterschaften reichen würde. Über die 60m hatte sie diese Norm ja bereits in Dortmund erfüllt, bestätigte diese Leistung aber noch einmal, indem sie ihre Qualifikationsleistung und damit ihre Bestzeit noch einmal um eine Hundertstel unterbot. Damit sollte sie nun mit Ausblick auf die Meisterschaften im Sommer schon zwei Eisen im Feuer haben.
Im Kugelstoßen trat Laura Giersig an. Zwar reichte es nicht für eine Verbesserung, was die Weiten angeht, aber die schrittweise Entwicklung bei der neuen Stoßtechnik zeigt weiterhin Fortschritte, so dass in der Sommersaison mit Laura zu rechnen sein wird.

Auch die zwölfjährige Janina Dzurgelies sammlte einige Wettkampferfahrung. Neben einem guten Sprung auf 3,56m, mit dem sie ihre Bestleistung aus dem Sommer bestätigte, lief sie ein schnelles Rennen über 60m. Mit 9,24s konnte sie ihren Lauf für sich entscheiden. In einem riesigen Teilnehmerfeld reichte es damit in der Endabrechnung für Platz 16.

Doch das Wochenende hielt neben den tollen Leistungen auch zwei Hiobsbotschaften für den Trainer bereit. Bereits beim Abschlusstraining am Freitag verletzte sich Jasmin Gaidecka am Fuß, der nun für mindestens die nächsten zwei Wochen durch einen Gips ruhig gestellt werden muss. Sie wird somit erst in einigen Wochen wieder ins Training einsteigen können. Und noch schlimmer kam es für Strato Emiliadis. Nach einem starken Lauf über 60m, den er in 8,58s absolvierte, kam es im 60m Hürdenlauf ganz bitter. Vom Start weg fand er nicht den richten Rhythmus und stürzte an der letzten Hürde. Er lief zwar noch ins Ziel, klagte danach aber schon über Schmerzen im rechten Arm. Später im Krankenhaus stellten die Ärzte dann einen angebrochenen Unterarm fest. Das Aus für die Landesmeisterschaften in der nächsten Woche, für die er sich sowohl über 60m als auch die 60m Hürden qualifiziert hatte.

Auch die jüngsten Athletinnen erreichten gute Leistungen. So waren vor allem die Mädchen der Altersklasse W10 erfolgreich und erzielten viele persönliche Bestmarken. Allen voran Mara Kindgen, die ihren ersten Hallenwettkampf bestritt und ohne Spikes eine ansprechende Leistung über die 50m zeigte. In einer Zeit von 8,56 Sekunden kam sie auf den neunten Platz. Leider fehlte ihr eine Hundertstel, um an der Siegerehrung teilnehmen zu können. In einem starken Teilnehmerfeld von 41 Starterinnen ist dies ein sehr gutes Ergebnis. Auch im Weitsprung erreichte sie eine gute Weite und sprang auf 3,11m. Beste Eintrachtlerin in dieser Disziplin war Anna Rinkowski, die 3,18m erreichte und damit den 14. Platz belegte.

Gerade in der Altersklasse W11 merkte man, dass in der Wintersaison vor allem das Weitsprungtraining darunter leiden musste, dass das Leichtathletikstadion viele Tage geschlossen blieb und wir mit dem Schnee zu kämpfen hatten. Denn die Leistungen der Mädchen lassen noch viel Spielraum für Verbesserungen offen.
Doch Nura El Abdulla, der Altersklasse W11 angehörend, zeigte eine tolle Leistung über die 800m. Sie lief in einem sehr guten Teilnehmerfeld, so dass ihre neue Bestleistung von 3:01,67 min sogar nur für den neunten Platz reichte. Dennoch kann Nura sehr zufrieden mit dieser starken Zeit sein.

Mit einem Paukenschlag beendete dann Frederik Blank die Hallensaison. Wie immer zu später Stunde betrat er die Halle als die anderen Eintrachtler bereits allesamt den Heimweg angetreten hatten. Und er zauberte ein tolles Rennen auf die Bahn. Direkt nach der ersten Kurve ging er mutig an die Spitze und leistete schnelle Führungsarbeit. Die ersten beiden Runden ging eine Dreiergruppe ein sehr schnelles Tempo, so dass zu befürchten war, dass Frederik dies nicht bis zu Ende mitgehen können würde. Doch er ließ sich zur Freunde und Überraschung aller mitgereisten Familienmitglieder und des Trainers nicht abschütteln und lag noch auf der Ziellinie auf Platz zwei. Leider wurde er auf der Ziellinie noch abfangen. Das schnelle Rennen brachte ihm aber eine klare neue Bestzeit von 3:22,49 min ein. Fünf Sekunden schneller als die alte Bestmarke.
Nach deutlichen Anlaufschwierigkeiten durch das fehlende Training, lassen die letzten Ergebnisse doch noch ein positives Fazit unter die Wintersaison ziehen. In den nächsten Wochen wird dann weiter fleißig trainiert, damit in der folgenden Freiluftsaison weitere gute Leistungen folgen.